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Gemeinsamer Atemschutzgerätepool im Landkreis Würzburg mit Erfolg gestartet: Erste Feuerwehren nutzten bereits die Geräte aus dem Pool

Wo es brennt, entstehen gefährliche Gase. Feuerwehreinsätze sind oft mit einer starken Belastung der Helferinnen und Helfer durch giftigen Brandrauch verbunden. Atemschutzgeräte gehören deshalb zur überlebensnotwendigen Standartausrüstung der Feuerwehren.

Im Feuerwehrzentrum des Landkreises Würzburg in Klingholz werden Atemschutzgeräte regelmäßig überholt. Diese Dienstleistung wurde nun optimiert: Aus einem gemeinsamen Vorrat können die Feuerwehren der Kreisgemeinden einsatzbereite Geräte abholen und nach der Nutzung zur Reinigung und Wartung wieder zurückbringen. Im Dezember 2021 wurde dafür eine Zweckvereinbarung zwischen dem Landkreis Würzburg und 46 Gemeinden unterschrieben. Mittlerweile ist der Atemschutzgerätepool erfolgreich an den Start gegangen und die ersten Feuerwehren haben die Pool-Geräte im Einsatz.

Bild vergrößern: Bei einem Ortstermin am Feuerwehrzentrum in Klingholz Ende März übergaben Würzburgs Landrat und Kreisbrandrat neue Ausrüstung aus dem Atemschutzgerätepool an Vertreter der Freiwilligen Feuerwehren Eichelsee, Randersacker, Thüngersheim und Winterhausen: (2.v.l.) Gerätewart und Kreisbrandmeister Andreas Bauer, (3.v.l.) Kreisbrandrat Michael Reitzenstein und Landrat Thomas Eberth (4.v.r.).

Bei einem Ortstermin am Feuerwehrzentrum in Klingholz Ende März übergaben Würzburgs Landrat und Kreisbrandrat neue Ausrüstung aus dem Atemschutzgerätepool an Vertreter der Freiwilligen Feuerwehren Eichelsee, Randersacker, Thüngersheim und Winterhausen: (2.v.l.) Gerätewart und Kreisbrandmeister Andreas Bauer, (3.v.l.) Kreisbrandrat Michael Reitzenstein und Landrat Thomas Eberth (4.v.r.). © Lucas Kesselhut

„Die Geräte sind bei vielen Einsätzen Lebensretter für die Einsatzkräfte. Wir freuen uns daher sehr, dass wir mit dem Pool die Feuerwehren Einsatzbereit halten, die Sicherheit erhöhen, Gemeinden finanziell entlasten und das Ehrenamt bestmöglich mit Top-Ausstattung unterstützen können“, betont Landrat Thomas Eberth.

Die ersten 100 Geräte sind bereits ausgeliefert

In den nächsten vier Jahren wird der Atemschutzpool des Landkreises auf rund 800 Geräte anwachsen. Die ersten 100 Geräte sind bereits geliefert und an Feuerwehren ausgegeben. Weitere 300 sind bestellt und werden in den nächsten Wochen verfügbar sein.

„Mit der Auslieferung der Geräte an die teilnehmenden Feuerwehren und dem Start des Atemschutzpools machen wir einen wichtigen Schritt zur Sicherung der Einsatzbereitschaft der Feuerwehren und schaffen gleichzeitig eine erhebliche Entlastung der ehrenamtlichen Feuerwehrkräfte“, ist sich Kreisbrandrat Michael Reitzenstein sicher. Denn benutzte Atemschutzgeräte können direkt an der Einsatzstelle wieder getauscht werden. Die Feuerwehren sind damit sofort wieder Einsatzbereit und Reinigungs- und Wartungsarbeiten an den Geräten werden von den Gerätewarten des Atemschutzpools durchgeführt.

Technisch aufwändige Wartung

Denn die Reinigung und Wartung bedingt eine technisch aufwändige Ausstattung sowie speziell geschultes Personal. Gerade für kleinere Feuerwehren im Landkreis ist das Unterhalten einer eigenen Werkstatt nicht möglich.

Mit dem Atemschutzgerätepool ist die Wartung samt Schulungen ökonomischer, der Einsatz wird sicherer und der Einkauf, auch von Ersatzteilen, deutlich günstiger. „Ein Plus also für alle Beteiligten“, findet Kreisbrandrat Michael Reitzenstein. Zentral ist zudem die Nutzung von nur einem Gerätemodell: Das vereinfacht und beschleunigt die Abläufe. Geplant sind Ausgabestellen auch an weiteren Standorten im Landkreis Würzburg. Damit sollen Anfahrtszeiten für die Helferinnen und Helfer verkürzt werden.

Gewinn für alle Beteiligten

46 von 52 Landkreiskommunen haben die Zweckvereinbarung für die Einrichtung und Nutzung eines gemeinsamen Atemschutzgerätepools unterzeichnet. Die teilnehmenden Städte und Gemeinden gelten diese Dienstleistung mit einer jährlichen Pauschale ab. „Der Atemschutzpool ist ein hervorragendes Beispiel für das Miteinander der Gemeinden im Landkreis Würzburg. Damit bündeln wird Kräfte, nutzen Synergieeffekte, entlasten die Haushalte der Gemeinden finanziell und stärken unsere Region. Ich würde mich daher freuen, wenn auch die verbleibenden Kommunen die Vorteile erkennen und den Gerätepool ebenfalls nutzen. Für alle Beteiligten ist es ein Gewinn, der die Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger, vor allem auch für die Ehrenamtlichen erhöht“, so Landrat Thomas Eberth.

Bild vergrößern: Landrat Thomas Eberth (links) machte sich dabei erneut ein Bild vom Ablauf des Atemschutzgerätepools. Für den reibungslosen Ablauf sorgen die Gerätewarte der Atemschutzwerkstatt im Feuerwehrzentrum Klingholz, hier Kreisbrandmeister Andreas Bauer.

Landrat Thomas Eberth (links) machte sich dabei erneut ein Bild vom Ablauf des Atemschutzgerätepools. Für den reibungslosen Ablauf sorgen die Gerätewarte der Atemschutzwerkstatt im Feuerwehrzentrum Klingholz, hier Kreisbrandmeister Andreas Bauer. © Lucas Kesselhut

Landkreis Würzburg schafft Platz für mehr Katastrophenschutz: Spatenstich zur zweiten Erweiterung des Kreisfeuerwehrzentrums in Klingholz

Der Landkreis Würzburg stellt sich in Sachen Katastrophenschutz künftig noch breiter auf: Mit einer baulichen Erweiterung wird das Kreisfeuerwehrzentrum des Landkreises Würzburg in Klingholz zum Katastrophenschutzzentrum. Zusätzlicher Platz für die Lagerung und den Umschlag von Katastrophenschutzausrüstung soll die Einrichtung zum zentralen Dreh- und Angelpunkt in Katastrophensituationen machen.

Bild vergrößern: Freuten sich über die Erweiterung des Kreisfeuerwehrzentrums in Klingholz: (von links) Kreisbrandinspektor Markus Fleder, Kreisbrandinspektor Karsten Ott, Kreisrat Hans Fiederling, die Leiterin der Unteren Katastrophenschutzbehörde am Landratsamt Würzburg Mira dos Santos Brandão, Kreisrat und Kirchheims Bürgermeister Björn Jungbauer, Kreisbrandinispektor Markus Dürr, Michael Stevens von Göbel Hochbau, Landrat Thomas Eberth, Reichenbergs Bürgermeister Stefan Hemmerich, Architekt Matthias Versbach und Kreisbrandrat Michael Reitzenstein.

Freuten sich über die Erweiterung des Kreisfeuerwehrzentrums in Klingholz: (von links) Kreisbrandinspektor Markus Fleder, Kreisbrandinspektor Karsten Ott, Kreisrat Hans Fiederling, die Leiterin der Unteren Katastrophenschutzbehörde am Landratsamt Würzburg Mira dos Santos Brandão, Kreisrat und Kirchheims Bürgermeister Björn Jungbauer, Kreisbrandinispektor Markus Dürr, Michael Stevens von Göbel Hochbau, Landrat Thomas Eberth, Reichenbergs Bürgermeister Stefan Hemmerich, Architekt Matthias Versbach und Kreisbrandrat Michael Reitzenstein. © Christian Schuster

In der ersten April-Woche 2022 fanden sich mit Landrat Thomas Eberth Mitglieder der Kreisfeuerwehrführung um Kreisbrandrat Michael Reitzenstein sowie Vertreterinnen und Vertreter des Kreistags, der Landkreisverwaltung, des Architekturbüros und des Bauunternehmens sowie Reichenbergs Bürgermeister Stefan Hemmerich in Klingholz zum offiziellen Spatenstich ein.

2016: Erste Erweiterung um Digitalfunk

Bereits im Jahr 2016 wurde der Komplex um eine technisch-taktische Betriebsstelle für den Digitalfunk mit Funkwerkstatt erweitert. Dadurch wurde die Kreisbrandinspektion zur stabsmäßigen Führung bei Groß- und Flächenlagen, wie etwa Unwetterereignissen, unterhalb der Katstrophenschutzebene befähigt. Zudem ist im Feuerwehrzentrum neben der Fahrzeughalle mit fünf Stellplätzen für Einsatzfahrzeuge und einem Schulungsraum für bis zu 60 Personen die zentrale Atemschutzwerkstatt und ein Teil des gemeinsamen Atemschutzpools des Landkreises Würzburg untergebracht.

Mehr Platz für Katastrophenschutzausrüstung nötig

In den vergangenen Jahren wurde jedoch immer deutlicher, dass die Lagerkapazitäten vor Ort nicht ausreichen: Wichtige Geräte wie eine Sandsackfüllmaschine, Hochwasserpumpen, Sonderlöschmittel, Notdächer für Sturmschäden oder die Ausstattung von Hilfeleistungskontingenten sowie persönliche Schutzausrüstung, die im Zuge der Corona-Pandemie benötigt wurde, können bis dato nicht sachgerecht gelagert werden. Zusätzliche Lager quer über den Landkreis verteilt mussten daher angemietet werden.

Durch die Erweiterung soll nun mit rund 315 Quadratmetern zusätzlicher Lagerfläche und weiteren 250 Quadratmetern überdachter Verladefläche Abhilfe verschafft werden. Nach aktueller Planung soll die Erweiterung bereits im Herbst 2022 in Betrieb genommen werden. Die geschätzten Baukosten sind inzwischen aufgrund der Dynamik in der Baubranche von 700.000 Euro auf rund 1 Million Euro gestiegen – eine Steigerung, die seitens des Kreistags heiß diskutiert und schließlich doch bewilligt wurde. Architekt Matthias Versbach lobte das Engagement des Landkreises und stellte die Planungen sowie den geplanten Bauablauf vor. Für den Rohbau zeichnet die Firma Göbel Hochbau verantwortlich.

„Der Ausbruch eines Krieges in Europa aber auch die Schadensbilder nach dem Sturzregen in Reichenberg haben gezeigt, wie notwendig solche Vorkehrungen sind. Ich spreche daher ein herzliches Dankeschön an alle Helferinnen und Helfer aus, die so viel für die Menschen in Stadt und Landkreis Würzburg tun. Lassen Sie uns gemeinsam diese neuen Hallen mit noch mehr Sicherheit für unsere Bürgerinnen und Bürger füllen,“ so Landrat Thomas Eberth. „Spatenstiche sind immer ein wichtiger Meilenstein, die Planungsphase ist abgeschlossen und der Bau kann beginnen.“

Bild vergrößern: Das Kreisfeuerwehrzentrum des Landkreises Würzburg in Klingholz soll mit einem Anbau unter anderem zur Lagerung von Katastrophenschutzausrüstung und einer überdachten Verladefläche um rund 560 Quadratmeter erweitert werden.

Das Kreisfeuerwehrzentrum des Landkreises Würzburg in Klingholz soll mit einem Anbau unter anderem zur Lagerung von Katastrophenschutzausrüstung und einer überdachten Verladefläche um rund 560 Quadratmeter erweitert werden.

Feuerwehrzentrum wächst mit den Aufgaben

Mit der Erweiterung des Kreisfeuerwehrzentrums zum Katastrophenschutzzentrum ist der Landkreis Würzburg seiner Zeit ein Stück weit voraus. Mitte März 2022 hatte das Bayerische Innenministerium nach der Vorlage eines Positionspapiers durch den Landesfeuerwehrverband (LFV) Bayern die Errichtung zusätzlicher Lagerkapazitäten für Katastrophenlager bis 2030 ebenfalls empfohlen.

Kreisbrandrat (KBR) Michael Reitzenstein dankte den anwesenden Mitgliedern des Kreistags für die vorausschauende Handlungsweise. „Das Kreisfeuerwehrzentrum hier in Klingholz wächst mit seinen Aufgaben“, so Reitzenstein. „Zunehmend schwere Wetterereignisse und andere Katastrophen haben uns gezeigt, wie wichtig schnelle und zentral koordinierte Hilfe ist. Mit der Erweiterung sind wir für die Zukunft bestens gerüstet und ich danke der Kreispolitik, dass diese Notwendigkeit erkannt und danach gehandelt wurde.“

„Die Entscheidung, die gestiegenen Kosten der Baumaßnahme in Kauf zu nehmen, ist seitens der Kreispolitik bewusst gefasst worden“, betonte Landrat Thomas Eberth. „Denn mit dieser Erweiterung schafft man nicht nur ein Lager, sondern einen Stützpunkt für alle Einsatzlagen, noch mehr Sicherheit für die Bevölkerung und stärkt damit die Einsatzbereitschaft aller Wehren im Landkreis“. Neben der Lagerung von lebenswichtiger Ausrüstung für den Katastrophenfall könnten hier auch Übungen bei schlechtem Wetter oder ein sicheres Verladen von Gütern jederzeit sichergestellt werden.

Mit dem symbolischen Spatenstich wurde die Maßnahme schließlich begonnen und alle wünschten eine unfallfreie und zügige Bauphase.

Solidarität mit ukrainischen Feuerwehrkräften: Landkreis Würzburg spendet drei Feuerwehr-Fahrzeuge und Ausrüstung an die Ukraine

Autos, die in Flammen stehen, zerbombte Wohnhäuser, Krankenhäuser in Schutt und Asche. Es sind Bilder aus der Ukraine, die jeden Tag aufs Neue schockieren. Und dazwischen kämpfen mutige Feuerwehrfrauen und –männer um Leben und Tod. „In diesen schweren Zeiten gilt unsere Solidarität allen vom Krieg Betroffenen und insbesondere den Feuerwehrangehörigen und Hilfskräften, die vor Ort Hilfe leisten, Brände löschen und Leben retten“, sind sich Landrat Thomas Eberth und Kreisbrandrat Michael Reitzenstein einig.

Bild vergrößern: Drei Feuerwehr-Fahrzeuge und reichlich Ausrüstung für die Ukraine: Die umfangreichen Spenden starteten am Wochenende vom Feuerwehrzentrum Klingholz ihre Reise an die polnisch-ukrainische Grenze. Kreisbrandrat Michael Reitzenstein und Landrat Thomas Eberth (im Bild vorne links zu sehen) bedankten sich bei allen Beteiligten für die solidarische Umsetzung.

Drei Feuerwehr-Fahrzeuge und reichlich Ausrüstung für die Ukraine: Die umfangreichen Spenden starteten am Wochenende vom Feuerwehrzentrum Klingholz ihre Reise an die polnisch-ukrainische Grenze. Kreisbrandrat Michael Reitzenstein und Landrat Thomas Eberth (im Bild vorne links zu sehen) bedankten sich bei allen Beteiligten für die solidarische Umsetzung. © Lucas Kesselhut

Deswegen hat der Landkreis Würzburg mit Unterstützung durch den Kreistag und der Kreisbrandinspektion für die Aktion „Feuerwehrhilfe Ukraine“ des Deutschen Feuerwehrverbands und des Landesfeuerwehrverbands Bayern e.V. seine Unterstützung angeboten. In einem bayernweiten Hilfskonvoi sind drei Landkreis-Fahrzeuge der Feuerwehren (Tanklöschfahrzeug 16/25 und zwei Rüstwagen RW2) am Wochenende an die polnisch-ukrainische Grenze gefahren.

Spenden erreichen polnisch-ukrainische Grenze: Wichtige Hilfe für zerstörte Städte

Die Fahrzeuge im Gesamtwert von rund 36.000 Euro sollten eigentlich verkauft werden. „Für uns ist es aber selbstverständlich, auch von Seiten der Kreisfeuerwehren unseren ukrainischen Kolleginnen und Kollegen Unterstützung zu bieten. Die Fahrzeuge wurden von uns gewartet und können dank der eingebauten Seilwinden und Stromerzeugungsgeräten gerade in zerstörten Städten gut gebraucht werden“, erklärt Kreisbrandrat Michael Reitzenstein.

Beladen wurden die Fahrzeuge zusätzlich mit gespendetem Ausrüstungsmaterial, darunter Helme und 100 Schutzanzüge. Vom 1. bis 3. April überführten sechs Fahrer, drei weitere Feuerwehrkräfte und ein Verwaltungsmitarbeiter aus dem Landratsamt Würzburg die Spenden. Der Konvoi aus dem Landkreis startete am Feuerwehrzentrum Klingholz, danach ging es zunächst nach Rohrdorf bei Rosenheim. Von dort aus fuhren alle bayerischen Feuerwehren mit den gespendeten Fahrzeugen nach Polen. „Vom Aufruf bis zur Abfahrt vergingen nur ein paar Tage. Dass sich unsere Kreisfeuerwehren und viele andere Feuerwehren in Bayern so schnell solidarisch organisiert haben, zeigt uns immer wieder aufs Neue, wie stark der Zusammenhalt im Blaulichtbereich ist“, betont Landrat Thomas Eberth. Er bedankt sich ausdrücklich beim Team und den Fahrern, die die Fahrzeuge am Wochenende sicher nach Polen gebracht haben.

Bild vergrößern: Am 3. April haben die drei Feuerwehr-Fahrzeuge den Sammelplatz in Polen sicher erreicht. Sechs Fahrer, drei weitere Feuerwehrkräfte und ein Verwaltungsmitarbeiter aus dem Landratsamt Würzburg waren an der Überführung beteiligt.

Am 3. April haben die drei Feuerwehr-Fahrzeuge den Sammelplatz in Polen sicher erreicht. Sechs Fahrer, drei weitere Feuerwehrkräfte und ein Verwaltungsmitarbeiter aus dem Landratsamt Würzburg waren an der Überführung beteiligt. © Markus Fleder

Hilfe für Geflüchtete aus der Ukraine: Zentrale Wohnraum- und Helfer-Plattform für den Landkreis Würzburg

In ganz Deutschland solidarisieren sich Bürgerinnen und Bürger mit der Ukraine und den Geflüchteten von dort – auch in der Region Würzburg ist die Bereitschaft groß, die vom Krieg vertriebenen Menschen zu unterstützen.

Im Landratsamt Würzburg gingen zahlreiche Angebote von privaten Bürgerinnen und Bürgern ein, die ihre Unterstützung angeboten haben. „Wir sind überwältigt von der großartigen Solidarität in unserer Region und bedanken uns für die vielen Hilfsangebote. Dies zeigt uns erneut, dass unsere Gesellschaft von Zusammenhalt und nicht von Hass und Kriegsgedanken geprägt ist“, betont Landrat Thomas Eberth und bedankt sich für die große Hilfsbereitschaft.

Wo kann ich mein Hilfsangebot anmelden?

Das Landratsamt hat unter Federführung der kürzlich einberufenen Lenkungsgruppe und der Servicestelle Ehrenamt am 2. März 2022 ein zentrales Portal freigeschaltet, über das Wohnraum- und Hilfsangebote von Bürgerinnen und Bürgern aus dem Landkreis Würzburg eingereicht werden können. Informationen und den Link zum Portal finden Sie unter: www.landkreis-wuerzburg.de/Ukraine-Hilfe 

„Wir erleben derzeit eine sehr große Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung. Bereits jetzt sind viele Privatpersonen, darunter ganze Familien, bereit, ihren Wohnraum zu teilen“, berichtet Christian Haubenthal, der im Landratsamt Würzburg bereits in Kontakt mit Bürgerinnen und Bürgern stand, die helfen möchten.

Landratsamt nimmt bei Bedarf Kontakt auf

Neben Wohnraumangeboten haben Bürgerinnen und Bürger auf dem Landkreis-Portal die Möglichkeit, beispielsweise Fahrdienste oder Dolmetscher-Tätigkeiten anzumelden. Dies hilft den Verantwortlichen im Landratsamt Würzburg, die Hilfsangebote bündeln und besser koordinieren zu können. Bei Bedarf nimmt das Landratsamt Kontakt zu den Personen auf, die ihre Hilfe über das Portal angeboten haben. Aufgrund der dynamischen Lage rund um die Ukraine-Krise ist schwer abzuschätzen, wie groß der Bedarf an privatem Wohnraum oder anderen Hilfstätigkeiten sein wird. Die Lenkungsgruppe am Landratsamt bewertet die Situation fortlaufend.

Wir bitten darum, vorrangig das Portal zu nutzen, um Hilfsangebote für den Bereich des Landkreises Würzburg unkompliziert anzumelden. Wer bei der Eingabe Hilfe benötigt, kann sich an das Landratsamt Würzburg wenden: Telefon: 0931-8003-5100 (Mo bis Do: 8 bis 16:30 Uhr; Fr: 8 bis 13 Uhr).

Kleider- und Sachspenden können zum gegenwärtigen Zeitpunkt am besten über bereits etablierte Spendensammel- und -ausgabestellen von Organisationen vermittelt werden. Anlaufpunkte dafür finden Sie derzeit in vielen Medienberichten, im Internet und auf Social Media-Kanälen der jeweiligen Initiativen.

Quelle: Pressestelle Landratsamt Würzburg

Neujahrsgrüße der Kreisbrandinspektion Würzburg

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

die Feuerwehrführungskräfte des Landkreises Würzburg und die Feuerwehren wünschen Ihnen mit Landrat Thomas Eberth ein gutes, gesundes neues Jahr 2022! Inmitten einer schwierigen Zeit für unser ganzes Land möchten wir Ihnen sagen: Wir sind für Sie da – Tag und Nacht einsatzbereit und hochmotiviert, um Ihr Leben, Ihr Hab und Gut und unsere Umwelt vor Schäden durch Feuer, Unwetter und andere Katastrophen zu schützen.

Wenn Sie die 112 wählen, wenn die Sirene heult, wenn die Einsatzwagen durch die Straßen fahren, können Sie sicher sein: Hier eilen ehrenamtliche Feuerwehrfrauen und -männer, engagierte Menschen mit großem Verantwortungsbewusstsein und hoher Kompetenz zur Hilfe, wo und wann immer sie nötig ist.

Im Landkreis Würzburg leisten derzeit rund 700 Frauen und 5.200 Männer ihren „Dienst am Nächsten“ bei einer der 112 Freiwilligen Feuerwehren. Ob Brandbekämpfung, Helfer vor Ort, Schneebruch oder Unwetter, Verkehrsunfall oder Wohnungsöffnung, Personen- oder Tierrettung - im Schnitt rücken wir jedes Jahr zu rund 5.700 Einsätzen aus. Und auch die wöchentlichen Übungen bereiten unsere Kameradinnen und Kameraden für viele Einsatzszenarien vor.

Bestens gerüstet für alle Einsätze sind wir durch eine erprobte und professionelle Struktur, die im Jahr 2020 erstellten Feuerwehrbedarfsplan für den Landkreis Würzburg festgelegt ist. Hierzu gehören der Atemschutzpool, mit dem alle Ortsfeuerwehren mit stets gewarteten Atemschutzgeräten versorgt werden, zwei neue Rüstwägen und das den aktuellen Bedürfnissen angepasste Feuerwehrzentrum Klingholz. Auch die neue Feuerwehrführungsstruktur im Landkreis Würzburg mit der Aufteilung in vier Gebiete und Fachbereiche von Alarmierungsplanung bis Digitalfunk trägt dazu bei, alle Herausforderungen zu meistern. Fortbildungen und Workshops zu den Aufgaben der Feuerwehr und auch zur Stärkung der internen Kommunikation gehören selbstverständlich dazu.

Wir sind gut aufgestellt – damit Sie sich auf uns verlassen können! Gott zur Ehr‘ – dem Nächsten zur Wehr.

Ihre Kreisbrandinspektion des Landkreises Würzburg

Landrat Thomas Eberth (2.v.l.), Kreisbrandrat Michael Reitzenstein (links) und die Kreisbrandinspektoren (von links nach rechts) Markus Fleder, Markus Dürr, René Herbert und Karsten Ott.

Bild vergrößern: Landrat und Kreisbrandinspektion

Landrat und Kreisbrandinspektion © Schmelz Fotodesign

23.12.2021 Dank an die Feuerwehren zur Unterstützung im Impfzentrum Margetshöchheim

 

Die freiwilligen Feuerwehrfrauen und –männer im Landkreis Würzburg sind 24 Stunden und sieben Tage die Woche im Einsatz. Wenn sie gebraucht werden, sind sie zur Stelle. Das gilt auch fürs Impfen. Die Impfkampagne in Stadt und Landkreis Würzburg hat in den vergangenen Wochen wieder Fahrt aufgenommen. Mittlerweile sind in der Region circa 75 Prozent der Bürgerinnen und Bürger vollständig geimpft, rund 34 Prozent haben bereits ihre Auffrischungsimpfung verabreicht bekommen. Damit liegen Stadt und Landkreis Würzburg deutlich über dem bayernweiten Durchschnitt. „Durch das hohe Engagement aller Beteiligten, der Hilfsorganisationen und im Besonderen der Freiwilligen Feuerwehren konnten wir der Impfkampagne einen enormen Booster verpassen! Die Effekte sehen wir: Die Inzidenzen in der Region sinken, die Anzahl der Auffrischungsimpfungen steigt. Das sind gute Nachrichten – auch, wenn wir hinsichtlich der Omikron-Entwicklungen keine Entwarnung geben können“, betont Landrat Thomas Eberth.

Freiwillige Feuerwehrfrauen und -männer leisteten insgesamt 18 Einsatztage im Impfzentrum Margetshöchheim. Bei den Helferinnen und Helfern bedankten sich (von links): Kreisbrandinspektor Markus Fleder, Kreisbrandrat Michael Reitzenstein und Landrat Thomas Eberth. © Lucas Kesselhut

Welche wichtige Rolle die Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis Würzburg bei der Impfkampagne spielten, verdeutlicht Kreisbrandrat Michael Reitzenstein. 43 Helferinnen und Helfer leitsteten an 18 Einsatztagen rund 1050 Helferstunden im Impfzentrum Margetshöchheim. „Die Feuerwehr ist eben nicht nur zur Stelle, wenn es brennt. Auf uns können die Landkreisbürgerinnen und –bürger immer zählen. Das gilt auch für die Bekämpfung der Corona-Pandemie“, sagt Reitzenstein.

Von den Planungen bis hin zum ersten Einsatztag vergingen nur wenige Tage – und das, obwohl die Personalabfragen, Freistellungen und Schulungen gerade in der jetzigen angespannten Katastrophenfall-Lage große Herausforderungen darstellten. „Hier zeigt sich die gute Zusammenarbeit unserer engagierten Kräfte. Schließlich geht es um den wichtigen Corona-Schutz und damit um die Gesundheit aller Bürgerinnen und Bürger in Stadt und Landkreis“, betont Kreisbrandrat Michael Reitzenstein. Am 25. November 2021 konnte der Ablauf der Feuerwehrunterstützung im Impfzentrum konkretisiert und optimiert werden, am 29. November 2021 konnte der Betrieb starten. „Helferinnen und Helfer aus allen Inspektionsbereichen haben tatkräftig mitgearbeitet. Der Solidaritätsgedanke hat das Unmögliche möglich gemacht“, fügt Reitzenstein hinzu.

 

16.12.2021 Große Entlastung für die Feuerwehren: Gemeinsamer Atemschutzpool im Landkreis Würzburg geht an den Start

 

Landrat Thomas Eberth sowie Vertreter der Landkreiskommunen haben kürzlich eine Zweckvereinbarung zur Etablierung eines gemeinsamen Atemschutzgerätepools der Feuerwehren im Landkreis Würzburg unterzeichnet.

(vorne von links) Hettstadts Bürgermeisterin Andrea Rothenbucher, Landrat Thomas Eberth und Reichenbergs Bürgermeister Stefan Hemmerich freuen sich bei der Unterzeichnung der Zweckvereinbarung für den neuen Atemschutzgerätepool im Landkreis Würzburg. (hinten von links) Martin Lanig, Technischer Sachbearbeiter am Feuerwehrzentrum Klingholz, Mira Dos Santos Brandão, Leiterin des Geschäftsbereichs Kommunales und Sicherheit beim Landratsamt Würzburg, und Kreisbrandrat Michael Reitzenstein haben die Zweckvereinbarung gemeinsam ausgearbeitet. © Christian Schuster

Gemäß der neuen Vereinbarung übernimmt der Landkreis für die Feuerwehren künftig die Beschaffung, Wartung, Pflege und Verteilung von Atemschutzausrüstung – also Masken, Atemluftflaschen und das nötige Zubehör. Im Feuerwehrzentrum des Landkreises Würzburg in Klingholz sowie an weiteren Standorten im Landkreis können zu jeder Tages- und Nachtzeit einsatzbereite Geräte abgeholt und nach der Nutzung zur Wartung und Reinigung wieder zurückgebracht werden. Ein Arbeitskreis soll hierzu die Standorte benennen und deren Betrieb planen.

Die Idee kommt aus den Reihen der Kreisfeuerwehrführung unter der Leitung von Kreisbrandrat Michael Reitzenstein: Atemschutzausrüstung ist bei einem Großteil der Einsätze notwendig, also erschien eine Bündelung der Ressourcen sinnvoll. Damit können sich die vielen ehrenamtlichen Feuerwehrleute im Landkreis wertvolle Zeit, mühevolle Wartungsarbeiten und die Kommunen als Sachaufwandsträger auch Geld sparen.

Spart Zeit, Geld und Mühe: 46 der 52 Kreiskommunen profitieren davon

Gespart wird dabei aber nicht nur bei der Anschaffung: Durch die hohe Stückzahl von 650 Geräten beziehungsweise 950 Masken und Flaschen kann bei der Beschaffung ein deutlich günstigeres Ergebnis erzielt werden, als es den einzelnen Feuerwehren möglich ist. Die teilnehmenden Städte und Gemeinden gelten diese Dienstleistung mit einer jährlichen Pauschale ab. Weitere Kosten entstehen dabei nicht. Bereits 46 der 52 Landkreiskommunen beabsichtigen, mit ihren Wehren der Zweckvereinbarung beizutreten und hiervon zu profitieren.

Darum geht es: Künftig sollen Hunderte neuer Atemschutzausrüstungen im Landkreis Würzburg an zentralen Stellen beschafft und gewartet werden. Feuerwehren des Landkreises können diese einsatzbereit jederzeit ausleihen und zur Reinigung wieder zurückbringen. Die Wartung der alten Geräte, wie hier im Bild, hätte in den kommenden Jahren höhere Investitionen nötig gemacht. © Christian Schuster

Dass statt der vier Gerätetypen ab jetzt nur noch ein einziger verwendet wird, vereinfacht und beschleunigt außerdem die Abläufe bei der Wartung in der Atemschutzwerkstatt des Landkreises. Zwei Drittel der Geräte sollen nun an die Ortsfeuerwehren ausgeliefert werden, ein Drittel wird als Reserve des Landkreises einsatzbereit vorgehalten. „Corona hat uns ein wenig in die Warteschleife geschickt“, räumt Kreisbrandrat Michael Reitzenstein ein. „Doch wichtig ist, dass unsere Ehrenamtlichen jetzt entlastet werden.“

„Neuer Weg“ für die Feuerwehren im Landkreis Würzburg

„Mit der Unterzeichnung dieser Vereinbarung gehen wir im Landkreis Würzburg einen neuen Weg“, sagt Landrat Thomas Eberth. Atemschutzträger würden inzwischen bei nahezu allen Einsätzen benötigt. Und diese könnten nun ohne eigene, zeitaufwendige Wartungsarbeiten 24 Stunden, sieben Tage die Woche auf einsatzbereite Ausrüstung zugreifen. „Damit wird auch die Sicherheit unserer Atemschutzträger und damit auch der Bevölkerung im Landkreis Würzburg erhöht“, betont Eberth. „Es ist nur schade, dass wir noch nicht alle 52 Gemeinden mit im Boot haben.“ Die übrigen Kommunen könnten es sich aber überlegen, den Gerätepool in den nächsten zwei Jahren ebenfalls zu nutzen.

Die Vorsitzende des bayerischen Gemeinderats, Hettstadts Bürgermeisterin Andrea Rothenbucher, und Reichenbergs Bürgermeister Stefan Hemmerich unterzeichneten als Vertreter der Bürgermeister im Landkreis Würzburg die Vereinbarung zuerst und betonten: „Hier sieht man bestens: Der Landkreis und seine Kommunen sind Teil einer lebendigen Partnerschaft, von der alle profitieren.“

Folgende Kommunen haben die Zweckvereinbarung für die Einrichtung und Nutzung eines gemeinsamen Atemschutzgerätepools unterzeichnet:

Städte Aub, Eibelstadt, Ochsenfurt, Röttingen, Märkte Eisenheim, Frickenhausen, Gelchsheim, Giebelstadt, Helmstadt, Neubrunn, Randersacker, Reichenberg, Rimpar, Sommerhause, Winterhausen, Gemeinden Altertheim, Bergtheim, Bieberehren, Eisingen, Erlabrunn, Estenfeld, Gaukönigshofen, Gerbrunn Geroldshausen, Greußenheim, Güntersleben, Hausen, Hettstadt, Höchberg, Holzkirchen, Kirchheim, Kist, Kleinrinderfeld, Oberpleichfeld, Prosselsheim, Riedenheim, Rottendorf, Sonderhofen, Tauberrettersheim, Theilheim, Thüngersheim, Uettingen, Unterpleichfeld, Veitshöchheim, Waldbrunn und Waldbüttelbrunn.

 

29.11.2021 - Fahrzeugübergabe im Feuerwehrzentrum Klingholz

                      Ersatzbeschaffung zweier Rüstwägen für den Landkreis Würzburg

Ab jetzt stehen den Feuerwehren im Landkreis Würzburg optimierte Einsatzmittel zur Verfügung – und zwar durch die Ersatzbeschaffung zweier Rüstwägen. Wie schon die Vorgänger-Modelle sind die Fahrzeuge im Wert von jeweils rund 600.000 Euro in der bewährten Obhut der Freiwilligen Feuerwehren in Hettstadt und Rottendorf stationiert. Von Dort können sie bei Bedarf zu Einsätzen im Landkreis Würzburg und je nach Einsatzszenario auch überregional angefordert werden. Die Übergabe durch Landrat Thomas Eberth und die Führung der Landkreisfeuerwehr an die Verantwortlichen beider Wehren sowie Bürgermeisterin Andrea Rothenbucher (Hettstadt) und Bürgermeister Roland Schmitt (Rottendorf) erfolgte nun im Feuerwehrzentrum des Landkreises in Klingholz.

Spreizer, Hebekissen und anderes Gerät sollen vor allem bei schweren technischen Hilfeleistungen wie Lkw-Unfällen, Unwettereinsätzen, Rettung aus Höhen und Tiefen oder Baustellenunfällen zum Einsatz kommen und die Ausstattung der Landkreis-Wehren ergänzen. Landrat Thomas Eberth, Bürgermeisterin Andrea Rothenbucher (Hettstadt) und Bürgermeister Roland Schmitt (Rottendorf) ließen sich das technisch anspruchsvolle Innenleben der Rüstwägen erklären. © Herbert Ehehalt

 

Verbunden mit der Fahrzeug-Übergabe war für den Landrat auch die Aufforderung an beide Wehren, ihre Aktiven zur Ausbildung an den „technischen Wunderwerken“ auszusenden, um jederzeit für mögliche Einsätze gewappnet zu sein.

Entsprechend der vielfältigen Einsatz-Herausforderungen sind die Fahrzeuge nach DIN 14555-3 mit einer umfassenden Ausstattung versehen. Als Besonderheit machte die erforderliche bayerische Zulassung eine Ablastung des 18-Tonnen-Fahrgestells auf 16 Tonnen notwendig. Die Herausforderung bestand dabei darin, das benötigte Equipment in das begrenzt zur Verfügung stehende maximale Höchstgewicht des jeweiligen Fahrzeugs zu integrieren.

Ausrüstung als Ergänzung zum Material der örtlichen Feuerwehren

Zum Einsatz kommen die beiden mit einer maschinellen Zugeinrichtung ausgestatteten Rüstwägen (RW) insbesondere bei Anforderungen schwerer Technischen Hilfeleistung als Ergänzung zur Ausstattungen der Ortswehren. Das mögliche Einsatzspektrum betrifft etwa Lkw-Unfälle, Rettung aus Höhen und Tiefen, aber auch die Versorgung von Stromverbrauchern, Unfällen auf Baustellen und im Schienenverkehr, technischer Hilfeleistung bei Großschadensereignissen und Brandeinsätzen oder auch Unterstützung bei Gefahrgut-Einsätzen. „Auch bei Katastrophen-Ereignissen hat das Feuerwehrfahrzeug viel Technik an Bord, um zu helfen“, erläutert Kreisbrandinspektor Markus Fleder.

Spreizzangen, Hebekissen und anderes Gerät sollen vor allem bei schweren technischen Hilfeleistungen wie Lkw-Unfällen, Unwettereinsätzen, Rettung aus Höhen und Tiefen oder Baustellenunfällen zum Einsatz kommen und die Ausstattung der Landkreis-Wehren ergänzen. Landrat Thomas Eberth, Bürgermeisterin Andrea Rothenbucher (Hettstadt) und Bürgermeister Roland Schmitt (Rottendorf) ließen sich das technisch anspruchsvolle Innenleben der Rüstwägen erklären. © Herbert Ehehalt

 

Die Besatzung eines Fahrzeugs besteht mindestens aus einem Fahrzeug-Führer und einem Maschinisten, in der Regel umfasst der Trupp aber drei Personen. Bei Einsätzen wird die Stamm-Besatzung durch Einsatzkräfte aus den betreffenden Ortswehren ergänzt.

Kooperation von Stadt und Landkreis Würzburg trägt Früchte

Bei der Fahrzeug-Übergabe machte Landrat Thomas Eberth auf die besondere Konstellation zur Beschaffung aufmerksam. „Dank einer hervorragenden Zusammenarbeit zwischen Landkreis und Stadt Würzburg konnten auf interkommunaler Basis gleich drei identische Fahrzeuge beschafft werden. Dadurch ergaben sich zusätzliche Fördermöglichkeiten durch den Freistaat“, betonte der Landrat. „Jetzt sind wir froh und dankbar, dass es ehrenamtlich engagierte Frauen und Männer gibt, die mit diesen Fahrzeugen und Einsatzmitteln üben und freiwillig 24/7 für die Sicherheit von Mensch, Tier sowie Hab und Gut zur Verfügung stehen“, dankt Landrat Eberth den Einsatzkräften aus Rottendorf und Hettstadt.

 

Feuerwehren im Landkreis Würzburg können ab jetzt zwei nagelneue Rüstwägen bei ihren Einsätzen anfordern. Stolz nahmen die Vertreter der Gemeinden Hettstadt und Rottendorf und der jeweils für die Fahrzeuge verantwortlichen Wehren die neue Ausrüstung von Landrat Thomas Eberth in Empfang. © Herbert Ehehalt

 

Die Ersatzbeschaffung der bisher eingesetzten beiden Rüstwägen des Landkreises des Baujahres 1990 waren aus Altersgründen durch den Kreistag beschlossen worden. Sukzessive wird damit der Feuerwehrbedarfsplan umgesetzt und die Sicherheit im Landkreis Würzburg erhöht.

 

 

17.09.2021 - 7 HÜPFBURGEN UND 14 MINI-FEUERWEHRAUTOS ZU VERLEIHEN

Die gesellschaftlichen und demographischen Veränderungen machen die Gewinnung und Bindung von Mitgliedern für die Feuerwehren zunehmend schwieriger. Es ist der bayerischen Staatsregierung ein wichtiges Anliegen, die Gemeinden und ihre Feuerwehren bei dieser herausfordernden Zukunftsaufgabe zu unterstützen. Der Bayerische Landtag hat hierfür zusätzliche Haushaltsmittel zur Verfügung gestellt.

Eine Umfrage des LFV Bayern im Jahr 2020 hat gezeigt, dass sich viele Feuerwehren eine Unterstützung bei der Nachwuchsgewinnung in Form von Leihmaterialien für besondere Aktionen wünschen.

Das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration hat daher nun in Abstimmung mit dem LFV Bayern für jeden Regierungsbezirk eine Hüpfburg in auffälligem Feuerwehrdesign und für jeden Bezirksfeuerwehrverband zwei Mini-Feuerwehrautos beschafft, die den Feuerwehren vor Ort als Highlight für Veranstaltungen, insbesondere für die Zielgruppe Kinder/Familien zur Verfügung stehen.

Über eine rege Nutzung der Hüpfburgen und der Miniautos würden wir uns sehr freuen!

  • Unterfranken
    Atemschutzzentrum Lkr. Bad Kissingen
    Hans-Bördlein-Straße 2
    97723 Oberthulba

 Ansprechpartner Herr KBM Klaus Kippes 0171 4735681 oder kjw@kfvkg.de.


16.09.2021 - 1. bayrischer AOK-Feuerwehr-Lauf

Auf die Plätze, fertig, los!

Beim 1. Bayrischen AOK-Feuerwehr Lauf können alle aus unserem Bundesland mitmachen: alleine oder im großen Team einer Feuerwehr und ihrer Unterstützer. Los geht es am 10.09.2021. Trainiert werden kann aber natürlich schon jetzt. Dafür gibt es auf den Social-Media-Kanälen des LFV Bayern und der AOK Bayern regelmäßig Tipps und Tricks. Damit dem perfekten Trainingsstart nichts mehr im Weg steht, gibt es von der AOK Bayern außerdem für alle Teilnehmer/-innen Laufsocken im Original AOK-Look – aber nur solange der Vorrat reicht. Alle Informationen dazu gibt es ab sofort auf der begleitenden Aktionsseite www.feuer-dich-an.de wo auch die Socken bestellt werden können. Hinweis: Mit der Sockenbestellung meldet man sich NICHT automatisch für den Feuerwehrlauf an.

Füll‘ das Kilometerkonto.

Alle Teilnehmer/-innen können sich ab dem 06.09.2021 unter www.feuer-dich-an.de anmelden. Als Zusatz können sich alle Laufenden einer Feuerwehr zuordnen. So zählt jeder Kilometer für die bei der Anmeldung ausgewählten Feuerwehr. Je mehr Kilometer über die Laufphase von 4 Wochen gelaufen werden, desto mehr Gewinne gibt es am Ende. Wichtig: Mit eurer Anmeldung geht ihr keine Verpflichtung für euch oder eure Feuerwehr ein. Alle laufen so viel sie können und wollen. Nehmt die ganze Familie und eure Freunde für das Projekt ein und animiert sie mitzumachen, denn auch sie können für eure Feuerwehr Kilometer machen ohne Mitglied zu sein.

Mitmachen lohnt sich auf jeden Fall.

  • Es gibt tolle Einzelpreise für die drei Läufer/-innen mit den meisten Kilometern (Hauptpreis: Gutschein im Wert von 250 EUR für das Feuerwehrerholungsheim St. Florian in Bayerische Gmain).*
  • Bei der Gruppenwertung für die Feuerwehren, gibt es für die Teams mit den meisten Kilometern einen Qualitäts-Feuerwehrgrill, einen praktischen Flachsauger oder den Gruppeneintritt (10 Personen) für die Feuerwehrerlebniswelt inkl. Führung zu gewinnen.*
  • Und unter allen Teilnehmer/-innen werden viele weitere tolle Preise verlost (z.B. Gutscheine von HAIX, einen Rauchmelder, einen Handfeuerlöscher etc.). Auch hier gilt, je mehr Kilometer insgesamt zusammenkommen, desto mehr gibt es zu holen.*

15.09.2021 - Halbzeit Einsatzfahrten-Simulator

 

Vom 6. September bis zum 24. September steht der Einsatzfahrten-Simulator den Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis Würzburg zur Verfügung. Stationiert ist er im Feuerwehrzentrum des Landkreis Würzburg (Georg-Heinrich-Appl Str. 5; 97234 Reichenberg-Klingholz). In den bisherigen Trainings konnten rund 40 Teilnehmer auf dem Einsatzfahrten-Simulator geschult werden.

Auf Einsatzfahrten ereignen sich immer wieder Unfälle mit teils erheblichen Personen- und Sachschäden. Auch bei bereits kleineren Unfällen kann die Einsatzfahrt nicht fortgesetzt werden und das Fahrzeug fehlt an der der Einsatzstelle.

Die Versicherungskammer Bayern, das Bayrische Innenministerium stellen gemeinsam mit dem Landesfeuerwehrverband Bayern einen Einsatzfahrten-Simulator zur Verfügung, bei dem besonders stressige und belastende Situationen im Straßenverkehr geübt werden können.

Mehrere Stadt-Land- und reine Stadtszenarien sowie Autobahnfahrten stehen hierbei zur Verfügung. Dadurch fährt im späteren Training jeder Teilnehmende eine andere Route mit unterschiedlichen Gefahrenstellen. Denn auch in einer gleichen Ortschaft kann an der gleichen Kreuzung eine andere Gefahrensituation wiedergegeben werden. Auch verschiedene Witterungen wie Regen in verschiedenen Stärken, Nebel mit unterschiedlichen Sichtweiten, sowie Dämmerungs- und Nachtfahrten stehen in der Software zur Auswahl.

Erfreulicherweise wurden alle angebotenen Plätze bereits reserviert.

Sollte der Bedarf darüber hinaus gehen, können gerne noch weitere Termine angeboten werden. Sofern Sie hierzu Interesse haben, schreiben Sie bitte ein E-Mail an Herrn M. Lanig (m.lanig@lra-wue.bayern.de) gerne auch mit Ihrem Wunschdatum.


02.09.2021 - brandwacht - Info über Änderungen in § 52 StVZO

 

BlaulichtfahrtenIm nachfolgenden im Original ein wichtiger Hinweis des Innenministeriums zur Brandwacht-Veröffentlichung (4/2021):

"Änderung zur Straßenverkehrszulassungsordnung StVZO" am 02.07.2021 - §52 StVZO - zusätliche Scheinwerfer und Leuchten"

zur Information und Beachtung:

In der aktuellen Ausgabe der brandwacht, der Zeitschrift des Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration für Brand- und Katastrophenschutz, Heft 4/2021, wurde mit dem anhängenden Artikel über die Änderungen in § 52 Abs. 3 StVZO berichtet. Der Artikel war mit dem in Bayern für die StVZO zuständigen Fachreferat im Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr abgestimmt. Leider ist im Artikel fälschlich ausgeführt, dass kein Bestandsschutz für überzählige, also mehr als je ein Paar Warnleuchten für blaues Blinklicht mit einer Hauptabstrahlrichtung nach vorne oder nach hinten besteht. Richtig ist, dass die Übergangsbestimmungen in § 72 Abs. 1 StVZO regeln, dass für Fahrzeuge mit Erstzulassung vor dem 3. Juli 2021 Bestandsschutz besteht und diese damit nicht zwingend umgerüstet werden müssen.

Beigefügt der Link zum Artikel der "brandwacht":

https://www.brandwacht.bayern.de/mam/archiv/beitraege_pdf/bw_4_2021_s128_blaulichtfahrten.pdf